Montag, 20. Juni 2011

Kunst- und Naturalienkammer der Franckeschen Stiftungen zu Halle

Die Kunst- und Naturalienkammer wurde von August Hermann Francke (deutscher Theologe und Pädagoge) Anfang des 18. Jahrhunderts zu Unterrichtszwecken angelegt. Sie gilt als der älteste bürgerliche Museumsraum und beherbergt heute ca. 3.000 Naturalien, Kuriositäten und volkskundliche Objekte in 18 reichverzierten barocken Sammlungsschränken.
Gottfried August Gründler (Maler und Kupferstecher), entwarf die Ordnung, katalogisierte die Sammlung und ist für die farbenfrohe Bemalung der Schrankaufsätze verantwortlich. In fünf Jahren (1736-1741) systematisierte und katalogisierte er die aus über 4600 Gegenständen bestehende Sammlung und machte sie zu einer Schausammlung. Er teilte die Objekte in solche natürlicher Herkunft und in solche, die von menschlicher Hand geschaffen worden waren ein.

Während des Zweiten Weltkriegs war die Kammer ausgelagert, jedoch in der DDR wieder zugänglich, bis der allgemeine Verfall der Gebäude einsetzte. Nach der Sanierung in den 1990er Jahren konnte die Kunst- und Naturalienkammer der Franckeschen Stiftungen in originaler Form wieder an ihrem historischen Platz in der Mansarde des Waisenhauses aufgestellt werden.


Leider hat die Qualität meiner Fotos durch das dämmerige Licht im Museum und die Lichtbrechung der verglasten Schränke etwas gelitten.