Montag, 11. Oktober 2010

Hamburg Trip

Vom Hauptbahnhof aus ging es an der Kunsthalle vorbei über die Kennedy-Brücke entlang der Außenalster, wo wir beim Schwäne füttern zusahen und uns der Futterspender darauf aufmerksam machte, dass die Außenalster-Schwäne auch als Staatsgeschenk verwendet werden (aha, ob das stimmt?). Na, auf alle Fälle kurios. Wenn man dann einen Blick unter die Kennedy-Brücke warf, gefror einem das Grinsen im Gesicht, denn dort standen dicht an dicht kleine Zelte. Dort war quasi das „unter die Brücke ziehen“ zur Realität geworden.
Weiter ging es zum Zoologischen Museum. Von außen ein hässlicher Bau, wie ein Schulzentrum aus den 1970er-Jahren. Von innen schon fast gemütlich zu nennen. Entspannte Atmosphäre, kein Museumspersonal, dass einem penetrant auf die Finger sah, statt dessen schummriges Licht (wir wissen ja inzwischen, das Licht wird extra ausgemessen, damit die Exponate keinen Schaden nehmen) und zudem eine Person, die vor einer Vitrine saß und andächtig zeichnete. Am Anfang gab es gleich eine große Vitrine, in der eine große Auswahl an Artenvielfalt dargestellt wurde (von der Muschel zum Krokodil ;-)). Ich bemerkte eine deutliche Hingezogenheit zum Schuhschnabel, der, wie man sieht auch mein Lieblings-Fotomodell wurde.








Weiter ging es in das Schanzenviertel. Auffällig war schon von weitem ein wundervoller Turm. Aber statt zu fotografieren beschlossen wir, erst mal irgendwo einzukehren und zu essen. Danach lag der schöne Turm leider nicht mehr auf dem Weg. Bei nachträglicher Recherche erfuhr ich, dass darin das „Mövenpick Hotel“ untergebracht war. Ein Besuch im Panoptikum wurde auf das nächste Mal vertagt.

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Bewusstseinserweiterung

An einem gemütlichen Abend bei meinem Ex-Freizeitpartner, frönten wir zu später Stunde per Dia-Show dem vergangenen, gemeinsamen Urlaub in Kroatien. Ich wies ihn darauf hin, dass in Kroatien noch unentdeckte Minen herumlagen. „Ja sicher liegen da noch Minen herum, ich bin doch selbst mit meiner Ex-Freundin dort über ein Minenfeld gelaufen!“ meinte mein Ex-Freizeitpartner und besah mich mit seinem strafenden „hast du wieder nicht aufgepasst - Blick“. Und überhaupt, was ich denn hätte, seine Ex-Freundin fand das witzig und hat fast jede einzelne Mine fotografiert. Ich sollte in meiner Mittelmäßigkeit doch wohl nicht anzweifeln wollen, dass es ein Erlebnis sei, über ein Minenfeld zu laufen. Außerdem, seine Ex-Freundin findet, dass ich für einen Mann wie ihn sowieso zu einfach gestrickt sei.
Das geklärt doch alles! Jeder, der nicht über ein Minenfeld gehen will, ist eben zu einfach gestrickt. Und da seine Ex-Freundin sowieso die Beste alle Frauen war, und zudem noch ihre Unterhöschen überall herumliegen ließ (was mir schon genug Bewusstseinserweiterung verschaffte), beschloss ich, bis in alle Ewigkeit erst mal dieses Feld zu räumen.

Meine Nachbarin sah mich an, als ob ich den Verstand verloren hätte, nachdem ich ihr davon erzählt hatte und sagte: „Und DEN MANN hast du gehen lassen?“ Man sollte sich überhaupt ein Minenfeld im Garten anlegen, damit man nicht immer ganz nach Kroatien fahren müsse, um sein Bewusstsein zu erweitern, fand sie.

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Schrebergarten-Idylle

Um noch ein paar Eindrücke aus dem Altweibersommer zu sammeln, hatte ich mir vorgenommen, ein paar Schrebergarten-Fotos zu machen. Neben dem Block, in dem ich wohne, geht das Schrebergarten-Areal los. Nach ein paar langweiligen, kaum bewachsenen Gartengrundstücken kam ich an ein üppig bewachsenes Grundstück mit einem kleinen Gartenteich. In diesem kleinen Teich schwammen gleich drei Enten. Ich war so konzentriert dabei, die Enten zu fotografieren, dass ich gar nicht merkte, dass plötzlich die Dame des Hauses bzw. Gartens neben mir stand – ups. „Das sind indische Laufenten“ meinte die Frau freundlich zu mir. „Ach, das sind doch diese langhalsigen Enten, die so aufrecht gehen, nicht? Fliegen die denn gar nicht weg?“ fragte ich. Und sie erzählte, dass die indischen Laufenten gar nicht fliegen können, aber dass sie die Nacktschnecken fressen würden, dass sie auch noch eine Gans hätten, die schon 15 Jahre alt sei, dass sie und ihr Mann fest hier im Schrebergarten leben würden, und dass sie sich gar kein anderes Leben vorstellen könnte. Ich war beeindruckt, bedankte mich für das Gespräch und die Entenfotos und ging weiter. „Bald kommt bestimmt auch noch „buten un binnen“ hörte ich sie noch ihrem Mann zurufen.

Auf einem anderen Schrebergarten-Areal, nahe der Weser waren viele verwahrloste Grundstücke. Und es gab auch eine Rarität – ein Grundstück war nämlich zu verpachten... Ich überlegte das „für und wider“ - immer wieder. Ach, ich würde so gern... Was es wohl kosten mag? Noch hab ich mich nicht getraut zu fragen.

Hm, aber wenn wirklich die Mehrwertsteuer von Lebensmitteln von 7% auf 19% steigen soll, ist es doch noch ein weiteres Argument dafür.