Freitag, 30. Juli 2010

Ehrenmal

Auffallend ist, wenn man Richtung Friedberg/Hessen fährt, ein imposantes, monumentales Gebäude. Ein Ehrenmal soll es sein und gleichzeitig ein Wasserturm. Im Erdgeschoss befindet sich angeblich eine Ehrenhalle für die Gefallenen des 1. Weltkriegs, eingeweiht 1932, ersteres wäre noch persönlich festzustellen. Von expressionistischem Formverständnis wird gesprochen und gleichzeitig auf die mit dem Adolfsturm gemeinsame „Butterfassform“ hingewiesen. Nun, der Adolfsturm wirkt vergleichsweise zierlich dagegen. Fragt sich nur, warum ausgerechnet in einer Kleinstadt wie Friedberg so ein klobiges Ehrenmal steht. Aber mir gefällt es.



In dem Zusammenhang, expressionistischen Formverständnisses entsprechend, gibt es auch noch einen anderen Turm (ganz und gar nicht in der „Butterfassform“). Der Niedersachsenstein in Worpswede. Von besonderer kunsthistorischer Bedeutung, aber umstritten in der ursprünglich zugedachten Funktion, als Kriegsdenkmal für Gefallene des 1. Weltkriegs. Entworfen von Bernhard Hoetger, Standort Worpswede, Höhe: 18 m, eingeweiht 1922.


Sonntag, 18. Juli 2010

Auf nach Budapest



Statt in die erwartete Boing 737 stiegen wir am Frankfurter Flughafen in die Propellermaschine Bombardier Q400 (Q steht für "quiet"). Ähnlichkeiten mit dem historischen Rosinenbomber sind natürlich rein zufällig. Dass man den Namen "Bombardier" mit dem 1. oder 2. Weltkrieg in Verbindung bringt, ist natürlich auch rein zufällig. Tatsächlich handelt es sich einfach um den Nachnamen eines kanadischen Unternehmensgründers, der ganz nebenbei auch noch der drittgrößte Flugzeughersteller neben Airbus und Boing ist.
Tja - Neckermann macht's möglich!

Dienstag, 6. Juli 2010

Die Kubacher Kristallhöhle



Kubacher Kristallhöhle im Taunus. Tiefste Stelle unter der Erde beträgt 70m. 347 Stufen runter (und wieder rauf!), kaum Stalagmiten und Stalaktiten, dafür aber schöne Perltropfsteine und ein Hohlraum von 30m Höhe.

Weisheit (SAP-Kurs Teil 5, auf dem Weg zum Café Sand)

C. sagt: "Oh, mir tun die Weisheitszähne weh!" I.: "Müssen die denn nicht gezogen werden?" H.: "Aber was bleibt dann noch?"

Freitag, 2. Juli 2010

SAP-Kurs 4. Teil (Pause an der Weser)

H. war mit einem Pappding beschäftigt, dass zwei Löcher hatte. Als er wegging, um sich ein Bier zu besorgen, besah ich das Teil genauer. „Lass liegen!“ „Ist usbekische Brille!“ rief H. vom Bierstand aus.

Später zog träge ein Lastkahn an uns vorbei. „Was mögen die wohl transportieren?“ fragte K. „Unangereichertes Uran!“ kam es wie aus der Pistole geschossen von dem herannahenden H.

„Werden hier in Bremen eigentlich auch so oft Autos angezündet, wie in Hamburg oder Berlin?“ fragte K. „Wieso? Ist doch Demokratie!“ sagte H. „Bei uns in Absurdistan gehst du dafür 16 Jahre in den Knast, da zündet keiner Autos an.

Noch etwas später kamen wir auf Tschernobyl zu sprechen. „Ein Gutes hat es ja“, meinte H. „Seitdem gibt es dort keine Tuberkulose mehr!“

SAP-Kurs 3. Teil

„Was ist das?“ „Mein PC ist ja noch an!“ sagte H., als er sich früh am Morgen vor seinen PC setzte. „Der russische Geheimdienst?“ misstrauisch beäugte er den Monitor. „Ach, ich habe ja gestern Waffen bestellt, mit SAP-System!“ verkündete er grinsend. „Irgendjemand muss ja die deutsche Wirtschaft wieder ankurbeln!“ Daraufhin klingelte sein Handy. „Der Präsident“, sagte er wichtig nickend und ging mit dem Handy hinaus.

Die ehrliche Kneipe (SAP-Kurs Teil 2)

„Du musst mal in eine „ehrliche“ Kneipe gehen!“ sagte T., einer der Mit-Kursteilnehmer zu mir. „Neulich da war ich vor dem Fußball in einer Kneipe, um noch schnell eine "anständige" Frikadelle zu essen, und da saßen 4 Typen so um die 50, mit Motorradkutte und Rauschebart am Tresen und tranken Bier. Geredet haben die nicht und wahrscheinlich den flüssigen Nachschub per Handzeichen bestellt.“ sagte T. „Und am Abend, nach dem Fußball, als ich wiederkam, um ein "anständiges" Bier zu trinken, saßen die Typen da immer noch.“ „Hm, ob die wohl echt waren?“ warf unser Dozent ein. „Nee“, meinte meine Banknachbarin. „In Bremen waren zu der Zeit doch gerade die „Körperwelten“..."

Absurditäten im SAP-Kurs

H. hat gemischte Gefühle, er meint eine Erkältung zu bekommen. Schuld sei die Demokratie... Einwurf von M.: "Eine gute Diktatur erleichtert die Politik". T.: "Es kann nur Einen geben". H.: "Aber erst Buttermilch trinken!" N.: "Da wird ein Bollywood-Film über die letzten Tage von Hitler und Eva Braun im Bunker gedreht - ein Liebesfilm!" M.: "Mit Sharuk Khan als Hitler?" G.: " Nee, der andere spielt den Hitler, die haben doch zwei männliche Darsteller in Bollywood." H.: "Ach, hätte ich doch bloß nie geheiratet, ich glaub, ich werde krank". (...)

Donnerstag, 1. Juli 2010

10 Kilo in 10 Tagen (SAP-Kurs, 1. Woche)

Die erste Woche der SAP-Schulung hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Zuerst standen Kennenlernen der Gruppe, sowie das Auffrischen von „Word- und Excel-Kenntnissen“ auf dem Programm. Diskussionen über das kostenlose „Open Office“ oder das kostspielige „MS-Office“ allem voran. Intelligenter Beitrag einer ganz jungen Kursteilnehmerin: „Wieso? Ich hab das MS-Office, und das nehm ich auch!“ Dozent Z. scheuchte uns durch den Serienbrief und eine Aufgabe in der Tabellenkalkulation, die mit dem "body mass index" zu tun hatte. Fortan zog sich das Thema „Abnehmen“ wie ein roter Faden durch die Woche. „10 Kilo in 10 Tagen“ warf unser Dozent mit einem Grinsen in die Runde. „Was - wie geht das denn?“ wir Frauen waren ganz Ohr (die Männer leicht genervt). Es folgten ungenaue Andeutungen über ungesunde Blitzdiäten mit Jo-Jo-Effekten, die man aber ausnahmsweise vor einem Urlaub, um die Bikinifigur zu erreichen und der Leidensdruck groß genug ist, ruhig mal machen könnte... Er stellte in Aussicht, dass, wenn wir mit den Themen, die auf dem Programm standen gut voran kämen, er uns etwas über Ernährung erzählen würde. Zum Frühstück gab es bei ihm Müsli eingeweicht in stillem Wasser – ah ja... Nun, wir Frauen erhielten dann am Ende der Woche noch unsere Lektion, die im Wesentlichen daraus bestand, dass, wer gesund isst, auch kein Übergewicht haben kann. Wir bekamen eine Einführung über das Entgiften, sowie eine Aufzählung von gesunden und ungesunden Lebensmitteln. Die Männer waren in der Zwischenzeit nicht mehr nur genervt, sondern einer brachte sogar seinen Stuhl gefährlich zum Quietschen. Dann die erschreckende Bilanz: Kaffee und Tee sind Nervengifte, Kohlehydrate braucht kein Mensch (darüber freuen sich nur die Darmparasiten – igitt) und Kuhmilch ist nur für Kuhkinder! Ob nun das Leben noch lebenswert ist? Und nach 3 Wochen nur Salat und Müsli in stillem Wasser, habe ich genau 1 Kilo abgenommen - toll!

Landleben

Um endlich unseren Traum vom Landleben verwirklichen zu können, hatten meine Nachbarin und ich einen Besichtigungs-Termin in einem Bauernhaus mit Nebengebäuden und Garten.

Das Haus war recht groß und hatte zwei Haustüren. „Da sind ja zwei Haustüren,“ rief ich erstaunt. „Ja“, sagte meine Nachbarin, „eine für uns und eine für den Gerichtsvollzieher“...

Zwei Tage später, klingelte mein Telefon. Es war meine Nachbarin, die meinte, „hm, der Vermieter sagte, unsere Katzen würden wahrscheinlich an der Dorfstraße ziemlich schnell plattgefahren werden.“ „Aber macht doch nichts“, sagte meine Nachbarin „wenn die platt sind, sind die auch besser stapelbar und passen beim nächsten Umzug besser in die Kartons“.

Das Haus wurde schließlich an eine „Telefon-Seelsorgerin“ vermietet.

Bei Ikea

Kürzlich hatte ich mich in der Pathologie als Schreibkraft beworben und war nun mit meiner Nachbarin bei Ikea. Freundlicherweise begann sie schon, mir einige Möbel auszusuchen, die zu meinem neuen Arbeitsplatz passen sollten. Einige Tische sowie Beistelltische aus Edelstahl kämen dafür in Frage, meinte sie. „Guck mal, was soll das denn sein?" fragte ich und zeigte auf eine Art Etagere aus Stoff, die von der Decke hing. „Da kannst du dann die Köpfe rein tun!“ sagte meine Nachbarin.