Mittwoch, 6. Oktober 2010

Schrebergarten-Idylle

Um noch ein paar Eindrücke aus dem Altweibersommer zu sammeln, hatte ich mir vorgenommen, ein paar Schrebergarten-Fotos zu machen. Neben dem Block, in dem ich wohne, geht das Schrebergarten-Areal los. Nach ein paar langweiligen, kaum bewachsenen Gartengrundstücken kam ich an ein üppig bewachsenes Grundstück mit einem kleinen Gartenteich. In diesem kleinen Teich schwammen gleich drei Enten. Ich war so konzentriert dabei, die Enten zu fotografieren, dass ich gar nicht merkte, dass plötzlich die Dame des Hauses bzw. Gartens neben mir stand – ups. „Das sind indische Laufenten“ meinte die Frau freundlich zu mir. „Ach, das sind doch diese langhalsigen Enten, die so aufrecht gehen, nicht? Fliegen die denn gar nicht weg?“ fragte ich. Und sie erzählte, dass die indischen Laufenten gar nicht fliegen können, aber dass sie die Nacktschnecken fressen würden, dass sie auch noch eine Gans hätten, die schon 15 Jahre alt sei, dass sie und ihr Mann fest hier im Schrebergarten leben würden, und dass sie sich gar kein anderes Leben vorstellen könnte. Ich war beeindruckt, bedankte mich für das Gespräch und die Entenfotos und ging weiter. „Bald kommt bestimmt auch noch „buten un binnen“ hörte ich sie noch ihrem Mann zurufen.

Auf einem anderen Schrebergarten-Areal, nahe der Weser waren viele verwahrloste Grundstücke. Und es gab auch eine Rarität – ein Grundstück war nämlich zu verpachten... Ich überlegte das „für und wider“ - immer wieder. Ach, ich würde so gern... Was es wohl kosten mag? Noch hab ich mich nicht getraut zu fragen.

Hm, aber wenn wirklich die Mehrwertsteuer von Lebensmitteln von 7% auf 19% steigen soll, ist es doch noch ein weiteres Argument dafür.





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